Dritte Etappe: Zams - Wenns

5 Sterne für die Lebensfreude

Nach dem Gewitter letzte Nacht, erwarten wir furchtbare Wegkonditionen. Doch es wird ganz anders als erwartet ...

Beim Frühstück treffen wir noch andere Alpenüberquerer, die gestern vor dem Gewitter geflüchtet sind. Auch einige, die es mit Magen-Darm erwischt hat. Man munkelt, es gibt einen Zusammenhang mit den Hütten… wir sind doppelt froh, in Pensionen zu schlafen!

Dann geht es mit Sack und Pack los. Morgens, bei Tageslicht, wird einem erst bewusst, was man da gestern noch hinunter gelaufen ist! Der Himmel heute sieht gar nicht gut aus … dicke Wolken hängen da, alles ist noch nass vom Gewitter. Aber nun ja, weiter müssen wir sowieso. Also geht es erstmal mit der Venetbahn nach oben – und man kann sich nichts Schöneres vorstellen: Obheiter!

Wir gleiten mit der Gondel erst durch dicken Nebel ... und plötzlich schweben wir über den Wolken in der Sonne. Was für ein Anblick! Es geht ein ehrfürchtiges Raunen durch die Kabine. Oben angekommen, werden erst einmal die Fotoapparate gezückt und die Augen weit aufgemacht. Man kann sich nicht satt sehen. Da macht es doppelt Spaß loszulaufen – einfach perfektes Wetter.

Die heutige Etappe ist sehr human, das ist auch gut nach dem gestrigen Tag. Nur etwa anderthalb Stunden geht es bis zum Gipfel des Venet. Dann schlängelt sich der Weg den Grat entlang, über das Kreuzjoch, und nach etwa einer Stunde (wir haben uns Zeit gelassen) machen wir uns an den Abstieg. Steil, aber über angenehme Wege geht es hinunter nach Wenns - vorbei an Weiden, an Almen (auf denen wir uns das obligatorische alkoholfreie Weizen gönnen) und durch Wald.

Unten in Wenns angekommen, haben wir Glück im Unglück: Unsere gebuchte Pension ist überbucht und hat kein Zimmer mehr frei. Dafür bekommen wir für dasselbe Geld ein Hotelzimmer. Danke, sehr gerne :) Wir genießen den Nachmittag und den Sonnenuntergang über den Bergen vom Hotelbalkon aus. Später schlafen wir tief und fest - mal wieder das Rauschen des Baches im Ohr - ein.

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